MN013 – 04.03.2020

Mittwoch. Ein ganz normaler Schultag?!

Die Überschrift sagt es schon: Für die Schüler*innen stand heute ein ganz normaler Schultag an, von der 1. bis zu 6. Stunde in der Schule, entweder auf den Spuren der*s Austauschpartner*in oder aber ganz auf eigene Faust. Abermals hatten wir ihnen den Homeroom geschenkt, denn morgen geht es für uns in die Mall of America (MOA), da sehen wir die Schüler*innen mehr oder weniger den ganzen Tag und können dort sonst auch alles Weitere besprechen. Bevor wir drei jedoch so richtig in den Tag starten konnten, brachten wir Pedro noch in die Schule, schauten bei Gwynneth vorbei und suchten ein paar unserer Schüler*innen auf. Anschließend „schlichen“ wir uns aus dem Schulgebäude und fuhren los.

Als erster Stopp stand auf unserem Plan „Half Price Books“ in St. Louis Park. Während Jan hier nach Schallplatten suchte, saßen Helge und ich im Auto und verfolgten die Wahl zum Ministerpräsidenten in Thüringen und über die mögliche Taktik einer rechten Partei, die im dritten Wahlvorgang keinen Kandidaten mehr stellte. Nun gut, Ramelow wurde gewählt und Jan fand eine Schallplatte.

Anschließend wollten wir, auf meinen Wunsch hin, zur Bethel University fahren, genauer zum Bethel Seminary. Das ist die Theologische Fakultät der Bethel Universität, die nördlich von St. Paul liegt. Während Jan und Helge im Auto blieben, erkundete ich die Universität.

Nach dem Betreten des Gebäudes sprach ich den Sicherheitsmenschen am Tresen an, um mich a) vorzustellen (Student der Theologie aus Hamburg) und b) zu fragen, ob ich mir das Seminary mal anschauen dürfte und wenn ja, c) wo dieses denn genau zu finden sei? Mir wurde freundlich weitergeholfen und sogar noch ein Tipp gegeben, ich sollte doch einmal in die Kapelle gehen und mir die anschauen. Und so ging ich ins Erdgeschoss (das Gebäude wird im zweiten/dritten Stock betreten) zum Bethel Seminary. Tatsächlich ist das Seminar gar nicht so groß und recht überschaubar, wirkte dafür jedoch irgendwie ganz nett. Auf meinem kleinen „Rundgang“ traf ich sogar den dean, also den Dekan der Fakultät, der sich noch kurz mit mir unterhielt.

Die Kapelle und Mini-Bibliothek.

Nach meinem kurzen Besuch dort, wollten wir nach Stillwater zum ersten Goodwill des Tages fahren, um dann auf dem Rückweg nach Minnetonka noch weitere Goodwills anzufahren. Allerdings kam alles anders, als gedacht: Auf dem Weg von der Universität weg, trafen wir schon auf einen Goodwill, den Jan im Vorbeifahren entdeckt hatte. Wir hielten also, kurz nach Ladenöffnung, bei unserem ersten Goodwill des Tages in Arden Hills.

Nach Arden Hills fuhren wir zwei Goodwills in Roseville an. Während der Erste mit Ballkleidern glänzte…

… wies der Zweite extravagante Möbel vor.

Aber auch „Star Wars“-Sachen waren hier im Angebot:

Aber auch wieder eine kleine Überschneidung, wer findet sie?

Der vierte Goodwill führte uns nach Maplewood.

Bei unserem fünften Stopp waren wir nun in Stillwater angekommen, mehr oder weniger direkt vor der Grenze zu Wisconsin. Hierbei handelte es sich übrigens um unseren 20. Goodwill. Zur Feier des Tages hatten wir abgemacht, dass Helge mir etwas für max. $3,99 kauft, ich etwas für Jan und Jan dann für Helge.

Der 20. Goodwill
Helges Geschenk für mich.
Mein Geschenk für Jan.
Jans Geschenk für Helge.

Aber hier war die Reise noch nicht zu Ende! Denn kurz hinter der Grenze von Wisconsin gibt es einen Goodwill in Hudson, Wisconsin. Also, nichts wie hin da. Um Minnesota nach Wisconsin zu verlassen, muss der Saint Croix River überquert werden, der die beiden Bundesstaaten voneinander trennt.

„Wisconsin welcomes you“

Nach Hudson, WI ging es wieder nach Minnesota.

Hier wollten wir zunächst zu Sam’s Club, um zum einen zu tanken und zum anderen, um Mittag zu essen. Allerdings entdeckten wir auf dem Weg zum Tanken, dass Sam’s Club und der Goodwill in Woodbury direkt nebeneinander liegen – das wäre der nächste Stopp gewesen. Also hielten wir hier noch vor unserem Mittagessen.

Bei Sam’s Club gab es für Helge und Jan jeweils ein HotDog, für mich ein von mir selbst gemachtes Sandwich sowie Sauerkraut, den gibt es da gratis in kleinen Tütchen… Nach dem Mittag dann weiter nach St. Paul, abermals ein Goodwill, diesmal jedoch über zwei Stockwerke.

Die Autos, die wir drei hier zeitweise sehen, würden so ganz gewiss nicht mehr in Deutschland auf den Straßen fahren…

Unser letzter Goodwill sollte in St. Louis Park sein. Das Einkaufserlebnis wurde jedoch durch eine*n Kund*in getrübt, die ununterbrochen hustete… #Corona und so…

Anschließend brachte uns Helge nach Hause, wo wir uns erst noch mit unseren Gastgebern unterhielten, bis Helge um kurz nach 16h00 zu sich fuhr, weil wir ihm zu langweilig waren. Die dadurch entstehende freie Zeit, nutzte ich für meine Hausarbeit, an der ich zwar bislang noch nichts gänzlich Neues geschrieben habe, allerdings mittlerweile 10 Seiten überarbeitet habe: Ergänzungen, Streichungen und Umformulierungen.

Um 19h00 tauchte Helge allerdings wieder bei uns auf, da wir uns zu um 19h30 mit ein paar Schüler*innen von uns zu einem Milchshake verabredet hatten, die die ersten drei freiwilligen Beiträge im offiziellen Reiseblog verfasst hatten. Damals als kleiner Ansporn gedacht, nun also eine Belohnung. Während es für alle also Milchshakes gab, hatte ich eine Portion Pommes.

3 Kommentare

  1. Das hört sich ja wieder nach einem gelungenen Tag an, allerdings erschließt sich mir nicht der Sinn der vielen Besuche bei Goodwill. Kannst du den vielleicht den Unwissenden wie mir im nächsten Beitrag einmal erläutern?
    Liebe Grüße aus Österreich von deiner Mama.

    1. Nun… die vielen Besuche bei Good Will lassen sich leicht erklären: Das ist wie der morgendliche Blick auf den Vertretungsplan einer Grundschule in Hamburg. Man weiß nie, was einen so erwartet.
      Voller Überraschungen, Ungeplantem, Unglaublichem, Verstörendem.
      Kein Laden ist wie der andere. Und irgendwie findet man immer irgendetwas: Bill Clinton schreibt über sein Leben (1 Dollar), Schuhe (8 Dollar) usw.
      Das lohnt sich.

      1. Lieber Helge,
        Frank und ich habe Tränen gelacht über deine sehr gute Erklärung. Vielen Dank, dass es dir gelungen ist, in einfachen Worten und kurzen Sätzen so prägnant den Zauber der Goodwill-Läden zu beschreiben, dass wir alles sofort verstanden haben! 😉
        Liebe Grüße an euch drei von Ute, Frank und Johanna.

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