MN001 – 21.02.2020

Und es geht wieder los. Eine weitere Reise steht an, zwei Flüge, 17 Tage Aufenthalt. Das Ziel diesmal: der mittlere Westen, Minnesota. Genauer: Minnetonka, ca. 30min westlich von Minneapolis.

Zunächst einmal: Was mach ich hier eigentlich?
Ganz einfach: Ich begleite meine alte Schule auf einem ca. zwei-wöchigen Schulaustausch mit der Minnetonka High School im US-Bundesstaat Minnesota. Zu der aktuellen Jahreszeit herrschen hier erfrischende -4°C, es liegt Schnee und die ca. 10.000 Seen, die dieser (wie ich finde) schöne Bundesstaat zu bieten hat, sind zugefroren.

Aber nun von Anfang an: Wir schreiben Freitag, den 21.02.2020. Es ist 11h30 (Ortszeit, Hamburg) und die Autofahrt in Richtung Hamburg Airport Helmut Schmidt beginnt. Der Verkehr ist flüssig und so kommen wir gut durch und erreichen um 11h54 den Flughafen. Gerade noch pünktlich, denn um 12h00 trifft sich die Gruppe. Einige haben ihr Gepäck bereits aufgegeben, andere noch nicht. Wieder andere stellen am Check-In-Schalter fest, dass sie für ihr ESTA-Formular (Electronic System for Travel Authorization; die Genehmigung dafür, dass Du in einen Flieger in Richtung USA steigen darfst) die Kennnummer ihres dt. Personalausweises verwendet hat, anstatt die ihres Reisepasses. Hier sei angemerkt, dass die offizielle ESTA-Seite darauf hinweist, dass die Anträge bitte mind. 72h vor Abreise gestellt werden sollen, da eine direkte und sofortige Genehmigung nicht mehr erfolgen würde. Die Anspannung ist also groß: wie verfahren wir mit dieser Person? Bleibt sie zurück, kriegen wir sie zumindest bis Amsterdam mit und hoffen, dass spätestens dann der erneut, und diesmal richtig, gestellte Antrag genehmigt ist? Die Sekunden und Minuten vergehen… am Ende steht fest: Die Person darf mit, der Antrag wurde in etwas mehr als 60min genehmigt. So viel sei gesagt: Einen spannenderen Start in diese Reise hätte es nicht geben können.

Zeitsprung. Wir schreiben 13h40: Die Gruppe ist mittlerweile geschlossen durch den Sicherheitscheck gekommen und nun im „abgeschlossenen“ Bereich. Ein letztes Gruppenfoto vor der Abreise, dann zerstreut sich die Gruppe, bis um 14h20 das Boarding für den KLM-Flug: KL1782 (Hamburg -> Amsterdam) beginnt.

Um ca. 14h58 heben wir ab und machen uns auf den Weg nach Amsterdam.

Take-off
„Über den Wolken […]“ 🎶

Auch auf diesem kurzen Flug im sog. Cityhopper gibt es eine Kleinigkeit zu essen… na ja, für die anderen, nicht für mich, denn: Der Wrap hat Ei und Käse. Allerdings freut sich eine Person aus der Gruppe der Schüler*innen darüber.

In Amsterdam angekommen bleibt uns nicht viel Zeit um den Flughafen zu genießen, denn keine 20min nach unserer Ankunft beginnt bereits das Boarding für unseren Anschlussflug nach Minnesota. Wir erfahren jedoch schon, dass der Flieger nicht, wie geplant, um 17h00 abheben wird, sondern erst um 17h10. Bevor wir dort allerdings erst einmal hinkommen, gilt es noch einmal durch eine Passkontrolle zu kommen. Fünf Schüler*innen werden dort „rausgepickt“ und werden noch einmal gesondert „gefilzt“. Rechtzeitig am Gate angekommen, erwartet uns eine lange Schlange: Das Boarding hat zwar schon begonnen, aber bei immerhin knapp 300 Passagieren, die in die 787-9 von KLM passen, dauert es natürlich eine Weile.

Da steht „unsere“ Maschine; allerdings nach der Landung in Minneapolis.

Und auch hier trifft es eine Person, die einen gesonderten Sprengstofftest machen muss. Als gefühlt letzte Passagiere betreten wir beide das Flugzeug – ich bilde in dieser Gruppe das Schlusslicht und versuche darauf zu achten, dass auch alle „mit von der Partie“ sind.

Der Flug in der Boeing 787-9 ist dank der Economy Comfort Plätze sehr angenehm und auch der Vordermann, der bereits vor Abflug seine Rückenlehne nach hinten stellt, stört mich nicht so sehr, wie auf dem Flug nach NYC, denn hier gibt es deutlich mehr Beinfreiheit.

Verpflegung

Für diesen Flug konnte ich mir ein Sonderessen bestellen, sprich: vegan. Als Abendessen(?) um 18h00 gab es Bulgur mit einer Tomatensauce mit Artischocken und Tofu. Dazu ein Brötchen, einen Salat sowie einen Obstsalat als Nachspeise. Dazu, wie auch schon auf dem Hinflug nach NYC, einen Wein. Allerdings hat mir der hier servierte Shiraz nicht wirklich geschmeckt, er war mir zu sauer und so blieb es bei dieser einen Flasche.

Das vegane Menü

Als Mitternachtssnack(?) um 12h33 (Ortszeit; Amsterdam) gab es eine Blätterteigtasche mit Seitan. Im Hintegrund ist übrings mein Forschungsbericht „einsehbar“, den ich auf dem Flug fast fertigstellen konnte.

Noch ein paar Impressionen

Die zeitlichen Fakten
Auch hier begegnet einem Berlin
Hach ja, was für ein Anblick…
Die zurückgelegte Strecke
Im Landeanflug

Sicher in den USA gelandet und auch ohne Probleme bei der Einreise, ging‘s zum Gepäckband. Alle Koffer waren mitgekommen und die Schüler*innen lernten ihre Austauschpartner*innen und -familien kennen. Für Jan (einer der beiden anderen Begleitperson) und mich ging es dann zu Jane (bei deren Familie wir übernachten). Übrigens ein Wunder, dass ich erst nach Minnesota fliegen muss, um überhaupt irgendwann einmal ein Kölsch (zumindest nachher kölscher Art) trinken zu können, hätte ich auch nicht gedacht… in diesem Sinne: Cheers und gute Nacht!

P.S.: Wer die Reise aus der Sicht der Schüler*innen nachverfolgen möchte, darf gerne einmal auf der folgenden Website vorbeischauen: https://tonka.theoadmin.de/2020/TonkaBlog/

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